Workingtest 23.11.19 in Welver

Am 23.11.2019 trafen wir uns mit acht weiteren Startern in Welver zum Westfalen-Cup Workingtest unserer Landesgruppe. Trotz der späten Jahreszeit hatten wir doch recht Glück mit dem Wetter. Es war zwar relativ kalt allerdings kam die Sonne doch hier und da mal zwischen den Wolken hervor. Richterin an diesem Tag war Sandra Kreibich allerdings wurden die Aufgaben von Richteranwärterin Svenja Arendt gestellt. An dieser Stelle schon mal ein großes Lob an Svenja, die die Aufgaben durchweg sehr kreativ gestaltete.

 

Nach einem ersten Kaffee und einleitenden Worten von Sonderleiterin Heike Diron und dem Richtergespann ging es ins Gelände. Das Gelände war dieses Mal ein spannender Faktor, da es nicht der klassische „Wald-Wiesen-Mix“ war, sondern der WT auf Pferdeweiden von Ursula Milke-Behmer stattfinden sollte. Alle Aufgaben wurden mit Entenlocker durchgeführt. 

 

Vorweg sei gesagt, dass sich die Schwierigkeit der Aufgaben auch durch den unterschiedlichen Bewuchs ergab. Halbhohes Gras wechselte oft zu kurzen Wiesen gefolgt von wieder höherem Gras. Besonders die Cocker Spaniel mussten teilweise einen langen Hals machen um über das halbhohe Gras hinweg zu schauen. 

 

Kommen wir nun zu den Aufgaben:

 

Die erste Aufgabe für die Einsteiger-Klasse war eine Markierung mit anschließendem Half-Blind. Die Markierung fiel im Abstand von etwa 30m vor drei halbhohen Büschen mit dahinterliegendem Weidezaun. Das Mark wurde von der Richterin freigegeben. Nachdem der Hund die Markierung aufgenommen hatte und auf dem Rückweg war wurde von der Helferin ein Dummy nachgelegt. Dieses sollte nun nach Abgabe des Markierdummys als Blind gearbeitet werden. 

 

Für die Novice Klasse gab es als erste Aufgabe eine Doppelmarkierung „Deluxe“. Warum „Deluxe“? Das erfahrt Ihr gleich… Das Mensch-Hund-Gespann stand hier in etwa in der Mitte der Pferdekoppel. Das erste Mark fiel in einen Bereich mit relativ kurzem Bewuchs vor einem Weidezaun mit einigen Büschen. Nun wurde sich um 180° gedreht und das zweite Mark fiel in etwa an dieselbe Stelle wie in der Einsteigeraufgabe. Die Entfernung zu beiden Dummys war in etwa 40 – 45 Meter. Nun zur Raffinesse dieser Aufgabe. Das erste Mark wurde nämlich nachdem es gefallen war, und sich das Team weggedreht hat, von der Helferin aufgenommen und an eine andere Stelle gelegt. Diese befand sich hinter dem Weidezaun an einem Busch. Das zweite geworfene Mark wurde als erstes apportiert, danach die Markierung „Deluxe“. 

Als zweite Aufgabe für die Einsteigerklasse stand eine Freiverlorenensuche mit vorherigem Treiben im mittelhohen Gras an. Während des Treibens mussten sich Hund und Hundeführer hinter einer Blende verstecken. Der Hund durfte hierbei angeleint bleiben. Nach dem Treiben sollte das Hund-Mensch-Gespann hinter der Blende hervorkommen und der Hund in die Suche geschickt werden. Es galt zwei Dummys zu finden und zu bringen.

 

Ähnlich der Einsteigeraufgabe war auch die zweite Aufgabe für die Novice Teams. Das Gelände hatte ca. 25x50m und genau wie in der Einsteigerklasse halbhohen Grasbewuchs. Im Gras standen fünf Locktauben und es lagen zusätzlich zu den Dummys zwei Dead Fowl-Enten in der Suche. Während des Treibens mussten sich auch hier Mensch und Hund hinter der Blende geduckt halten. Der Hund war hierbei nicht angeleint. Nach dem Treiben wurde der Hund aus geduckter Haltung hinter der Blende in die Suche geschickt. Der Mensch durfte/sollte seine geduckte Haltung hinter der Blende, während der Hund in der Suche war, und auch bei der Übergabe der gebrachten Dummys nicht verlassen. Es galt auch hier zwei Dummys zu finden und zu bringen. 

Vor der Mittagspause gab es nun noch eine Aufgabe für die Novice-Klasse. Hierbei fiel eine Markierung in etwa 50m zum Hund-Mensch-Gespann. Auf halber Strecke lag hinter einem etwas höheren Brennnesselbusch ein weiteres Dummy. Es war dem Hundeführer freigestellt ob er zuerst das Mark oder das Blind arbeiten lies. 

Nun ging es in eine ca. 45-minütige Mittagspause. Heinz Höfling und Heike Diron bereiteten hierfür im Vorfeld eine herzhafte Suppe zu. Dies war, ob der doch relativ niedrigen Temperaturen, eine gute Möglichkeit sich aufzuwärmen. 

 

Nach der Pause ging es für die Einsteigerklasse zu ihrer dritten Aufgabe. Hierbei sollte ein linksliegender Streifen mit halbhohem Bewuchs (teilweise auch Disteln) buschiert werden. Die Größe des Streifens war etwa 5-10 Meter breit und 30 Meter lang. Es lagen drei Dummys aus. Der Hundeführer durfte sich während der Aufgabe mit ins Suchengebiet gehen.

 

Die vierte Aufgabe für die Novice-Klasse war gleich der Buschieraufgabe der Einsteiger mit einem kleinen aber feinen Unterschied. Bevor der Hund ins Buschieren geschickt werden konnte musste zuerst ein Running-Rabbit überstanden werden. Hierzu standen Hund und Hundeführer mit dem Rücken zum Buschiergebiet. Der Running-Rabbit wurde in einem Abstand von ca. 15-20 Meter zum Team losgelassen. Danach wurde sich um 180° gedreht und der Hund ins Buschieren geschickt. Der Hundeführer durfte nicht mit ins Suchengebiet und ging auf einem kleinen Streifen mit niedrigem Bewuchs entlang des Streifens mit.

Die vierte und damit letzte Aufgabe für die Einsteiger war eine „Dreiecks“-Aufgabe. Hierbei musste der Hund an der Stelle A warten während der Hundeführer ein Dummy in gerader Linie an Stelle B legt. Der Abstand betrug ca. 20m. Von Stelle B ging der Hundeführer nun in einem ca. 45° Winkel zur Stelle C. Nun sollte der Hund vom Hundeführer zu sich gerufen werden um dann auf das ausgelegte Dummy geschickt zu werden um dieses zu bringen. 

 

Die fünfte Aufgabe für die Novice-Klasse war auch gleichzeitig die Letzte des Tages und die Dämmerung setzte auch langsam ein. Bei der Aufgabe handelte es sich um ein Doppelmark mit einer kurzen Strecke Fußarbeit. Am Startpunkt wurde in etwa 50 Meter Entfernung eine Markierung hinter einen Weidezaun in kurzes Gras geworfen. Von dort aus drehten sich Hund und Hundeführer und gingen ca. zehn Meter Fuß. Dort drehte sich das Team um 180° und eine weitere Markierung fiel in etwa 25-30 Meter. Es wurde dem Hundeführer freigestellt welches Mark der Hund nach Freigabe durch den Richter als erstes arbeiten sollte.

Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, mit tollen Menschen und tollen Aufgaben. Wir möchten uns ganz besonders bei den drei Helferinnen Claudia Schmidt, Hannah Martin und Dinah Schall für Ihre Hilfe bedanken! Ein weiterer großer Dank geht an Heike Diron und Heinz Höfling die sich um die Organisation und die Verpflegung gekümmert haben. Weiterhin danken wir Ursula Milke-Behmer für die Bereitstellung Ihrer Wiesen etc. 

Last but not least gilt unser Dank Sandra Kreibich als verantwortliche Richterin und Svenja Arendt als Richteranwärterin. 

 

Die Preise der Siegerehrung wurden dieses Jahr von Bewital (Belcanto) Petfood, HappyDog und Bosch Tiernahrung mehr als reichlich zur Verfügung gestellt sowie von Mario‘s Dogshop, der die Siegerteams u.a. mit wunderschönen Dokumentenmappen und Kurzführern beschenkte. Hierfür bedanken wir uns im Namen der Landesgruppe Westfalen ganz herzlich. 

 

Zum Ende möchten wir noch unsere Glückwünsche an die Gewinner aussprechen. Herzlichen Glückwunsch Ursula Milke-Behmer (links) für den ersten Platz in der Einsteigerklasse und Anne Bezdicek (rechts) für den ersten Platz in der Noviceklasse. Beide bekamen auch die zwei vergebenen Sonderpreise, Ursula Milke-Behmer für den „Besten Hund der LG Westfalen“ und Anne Bezdicek den Sonderpreis „Judges Choice“.

 

Impressionen vom Tag können auf der Homepage von Heinz Höfling HIER angeschaut werden.

 

 

 

Text: Florian Böhmfeld

Aufgabenskizzen: Florian Böhmfeld

Fotos: Heinz Höfling

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Florian Böhmfeld

59510 Lippetal

 

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